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Charaktere

Schauplätze

Hier ist ein kleiner Vorgeschmack

Leseprobe:

Ich wühlte und grub, schaufelte und zog – und warf es dann doch wieder hinter mich, als ich einen genaueren Blick auf den Gegenstand in meiner Hand geworfen hatte. Eine blaue Plastikschaufel für Kinder. Vermutlich aus der ersten Hälfte des Jahrhunderts. Völlig nutzlos. Ohne Metalle, ohne Wertstoffe und damit keine Einnahmequelle.

Den Blick vor mich auf den Berg geheftet und mit dem Schweiß im Nacken versuchte ich die Schreie und Rufe hinter mir zu ignorieren. Jemand stritt sich lauthals um einen Gegenstand, der anscheinend für mehrere Personen von höchstem Interesse war. Wem gehörte er nun? Demjenigen, der ihn verloren hatte – oder demjenigen, der ihn fand?

Das war die große Frage, um die es hier tagtäglich ging.

Ich hatte mir angewöhnt, bei solchen Diskussionen wegzuschauen, nicht hinzuhören und sich weiß der Himmel nicht einzumischen. Ich hatte keine Lust als Leiche zu enden, nur weil die Menschen um mich herum so unbeherrscht waren. Also schaufelte ich weiter in dem Schuttberg, auf dem ich saß und suchte nach irgendetwas, was mir etwas Geld einbringen konnte. Jeder Cent, den ich Raphael für den Verkauf meines Mülls abluchsen konnte, brachte mich einen Schritt weiter an mein Ziel, diese gottlose Stadt endlich zu verlassen. Hoffentlich war das Schicksal nicht schneller als ich.

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